Costa Rica

Yoga & Surf Retreat in Costa Rica

Als meine Schwester mir letztes Jahr eröffnet hat, dass sie auf eigene Faust eine Reise nach Costa Rica plant, haben bei mir alle Alarmglocken geschrillt. Meine kleine Schwester alleine (!) in einem mittelamerikanischen Land. Okay, sie ist einen halben Kopf größer als ich und nun auch schon über 30 Jahre alt. Aber trotzdem! Für mich stand daher sofort fest, dass ich sie begleiten würde. Kurzerhand habe ich den Flug gebucht, meinen Koffer gepackt und war startklar für unseren ersten gemeinsamen Urlaub.

Geplant war erst eine kleine Rundreise durch Costa Rica mit anschließendem Yoga & Surf Retreat. Die spontane Entscheidung meine Schwester zu begleiten, war eine der besten, die ich bisher getroffen habe. Costa Rica ist ein wunderschönes Land und vor allem der Abschluss mit Yoga und Surfen am Meer wird mir immer in toller Erinnerung bleiben. Aber los ging der Urlaub mit einer Rundreise durch das Landesinnere.

Rundreise Costa Rica

Natur

1. Tag: Kaffeeplantage, Poás Volcano, La Paz Waterfall

2. Tag: Monteverde

3. Tag: Vulkan Arenal, heiße Therme

4. Tag: Nationalpark Rincón de la Vieja

Strände

5. Tag: Playa Conchal, Tamarindo

6. Tag: Playa Nosara

7. Tag: Playa Samara, Montezuma

8. Tag: Mal País, Playa Carmen

1. Tag // Kaffeeplantage, Poás Volcano, La Paz Waterfall

Wir sind am Vorabend in San José gelandet und von dort direkt zu unserer ersten Unterkunft in Alajuela gefahren. Dieser kleine Ort liegt in der Nähe des Flughafens und war die perfekte Ausgangslage für unsere Rundreise in Costa Rica.

Für den ersten Tag haben wir eine geführt Tagestour gebucht, um den Urlaub entspannt zu beginnen. Der Fahrer hat uns am Hotel eingesammelt und uns zu unserem ersten Stopp - einer Kaffeeplantage - gefahren. Dort gab es Frühstück ganz nach Art des Landes, also mit viel Reis und Bohnen.

Nach einer interessanten Führung über die Plantage und durch die Kaffeefabrik ging es weiter zum Poás Volcana. Leider war es sehr nebelig und hat in Strömen geregnet, so dass der Vulkan nicht zu sehen war.

Tipp: Immer einen Regenponcho und entsprechendes Schuhwerk z.B. Flip Flops mitnehmen. (Nasse Sneaker trocknen sehr schlecht in dieser feuchten Klimazone.)

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Nach dem Vulkan sind wir zum La Paz Waterfall gefahren. Dieser liegt in einem Botanischen Garten mit Schmetterlingen, Kolibris und anderen Tieren, die in Costa Rica leben.

Die Wasserfälle sind traumhaft schön und waren ein sehr gelungener Beginn unserer Tour durch Costa Rica.

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2. Tag // Monteverde

Am zweiten Tag haben wir früh morgens unseren Mietwagen abgeholt. Wir haben sogar ein kleines Upgrade bekommen 🙂 Und los ging es nach Monteverde, den Nebelwäldern nordwestlich von San José. Für 130 km haben wir etwa 3 Stunden benötigt, da nicht alle Straßen gut ausgebaut sind. Dennoch war die Fahrt und vor allem der Ausblick fantastisch.

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Monteverde gehört zu den bekanntesten Naturschutzgebieten der Tropen der neuen Welt. In dieser Region wurden ca. 400 verschiedene Vogelarten, 490 Schmetterlingsarten und 100 verschiedene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Säugetiere identifiziert werden. In dem Biologisches Reservat Monteverde gibt es verschiedene Wanderwege zur Auswahl. Die Parkangestellten waren super nett und haben uns freundlich beraten, welcher Weg für uns der passende ist.

Die Wanderung war atemberaubend schön und sehr eindrucksvoll. Selbst für Naturbanausen wie ich es einer bin… Übernachtet haben wir in einem Hostel in Santa Elena.

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3. Tag // Vulkan Arenal, Thermalbad

Früh morgens haben wir uns auf den Weg nach Arenal gemacht. Die Zeitverschiebung hat uns das frühe Aufstehen sehr erleichtert.

Da es keine direkte Straßenverbindung gibt, sind wir einmal um die Laguna Arenal herumgefahren und 3 Stunden später in unserem Hotel in La Fortuna angekommen. Nach einem schnellen Lunch ging es für uns direkt zum Nationalpark Vulkan Arenal.

Der Vulkan Arenal gehört zu den aktivsten Vulkanen der Erde und macht sich durch regelmäßige Eruptionen immer mal wieder bemerkbar. Auch dieser Vulkan hat sich in der Wolkendecke versteckt. Dennoch war die Wanderung durch den Park ein tolles Erlebnis mit vielen wunderschönen Eindrücken der wilden Natur in Costa Rica.

Zum Abschluss des Tages haben wir eins der vielen Thermalbäder besucht und uns richtig schön entspannt.

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4. Tag // Nationalpark Rincón de la Vieja

Auch der nächste Tag begann für uns sehr früh mit einer langen Fahrt nach Liberia, unserem Ausgangspunkt für den Nationalpark Rincón de la Vieja. In diesem kleinen Ort haben wir die nächste Nacht verbracht. Leider hatten wir dieses Mal etwas Pech mit der Unterkunft und sind in einer Art Airbnb gelandet. Schlechte Betten und Gemeinschaftsbad - mein absoluter Graus!

Der Nationalpark war dafür umso schöner und abenteuerlicher. Der Nationalpark Rincón de la Vieja, mit seinem stark aktiven Vulkan, hat insgesamt eine Größe von 14.000 Hektar. Der 2-2,5 Stunden lange Rundwanderung durch die trockenen Hangwälder vorbei an brodelnden Schlammlöchern, Säureseen und einer atemberaubenden Fauna und Flora hat mir unglaublich gut gefallen.

Spannend wurde es, als wir brüllende Tiere im Wald gehört haben und überlegten die Flucht anzutreten. Ausgerüstet mit langen Stöcken haben wir uns vorsichtig und ängstlich weiter getraut, bis wir andere Touristen getroffen haben. Gemeinsam haben wir dann den Rundweg beendet. Am Ende des Tages waren es nur Affen, die ihr Revier markiert und uns damit so einen großen Schrecken eingejagt haben. Nichts richtig gefährliches also...

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Nach 4 Tagen Natur pur mit tollen Wanderungen, eindrucksvollen Vulkanen und einer traumhaften Botanik war es für uns an der Zeit die Strände in Costa Rica zu erkunden.

5. Tag // Playa Conchal, Tamarindo

Am fünften Tag unserer Tour sind wir am Meer angekommen und unglaublich tolles Wetter.

Unseren ersten Strandtag haben wir am Playa Conchal verbracht. Der Playa Conchal gilt als schönster Strand von ganz Costa Rica. Der Name entstand durch die Millionen conchas (Muscheln), die an den Strand gespült wurden und langsam zu feinpudrigem Sand gemahlen werden.

Der Strand war recht leider recht voll und es gab keine Toiletten oder ähnliches. Das türkisblaue Wasser war dafür aber traumhaft und wir haben noch ein fantastisches schattiges Plätzchen ergattern können.

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Weiter ging es zum auch sehr vollen Tamarindo Beach, wo wir den Tag ausklingen liessen. Unser Hotel “Hotel In the Shade” in diesem Ort war wirklich fantastisch, mit einem der besten Preis-Leistungsverhältnisse des ganzen Urlaubs.

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6. Tag // Playa Nosara

Am nächsten Tag ging es weitere 100 km Richtung Süden zum Playa Nosara. Dieser Strand war menschenleer, wild und sehr ursprünglich. Leider war auch das Meer sehr rau und ein Unwetter zog auf. Daher war unser Strandbesuch nur von kurzer Dauer.

Abends haben wir eine tolle Bar gefunden und konnten einen traumhaften Sonnenuntergang beobachten.

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7. Tag // Playa Samara, Montezuma

Dem Playa Samara haben wir am nächsten Tag nur einen kurzen Besuch abgestattet, da uns dieser Strand und der kleine Ort leider nicht überzeugt haben. Stattdessen haben wir den langen Weg nach Montezuma angetreten. Dieser Weg wurde wirklich lang, da wir uns einige Male verfahren haben. Unser Mietwagen hatte kein Navi und die Handys kein Netz. Abenteuer pur.

Tipp: immer genug tanken und lange Strecken direkt morgens fahren.

Der abenteuerliche Weg hat sich allerdings gelohnt. Der Strand in Montezuma war menschenleer und wunderschön. Auch der Ort ist wirklich süß und es gibt einige leckerer Restaurants.

Playa Samara

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Montezuma

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8. Tag // Mal País, Playa Carmen

Die letzte Etappe unserer Tour war gleichzeitig unsere kürzeste. Nachdem wir in unserem Hostelzimmer mit eigenem Bad (!) eingecheckt haben, haben wir das Auto in Mal País abgegeben und den Tag am schönen Playa Carmen verbracht.

So weit in den Süden der Halbinsel scheinen sich nur wenige Touristen zu verirren, denn es war unglaublich leer am Strand. Etwas voller war es dafür auf den Wellen, denn diese Region ist ein Paradies für Wellenreiter.

Yoga & Surf Retreat

Wir haben unser Yoga & Surf Retreat bei “Lucero Surf Retreats” gebucht. Das Paket hat die Übernachtung in einer fantastischen Ferienwohnung mit Frühstück, tägliche Yogakurse am morgen und Surfkurse am Mittag enthalten.

Am ersten Tag hat uns unser Surflehrer in Playa Carmen abgeholt und nach Santa Teresa gefahren. Dort wurden wir herzlich empfangen und während der ganzen Zeit super betreut.

Die Yogakurse haben auf einer offenen Terrasse stattgefunden und waren ein unvergessliches Erlebnis. Einziger Minuspunkt waren die Matten, die teilweise richtig doll gemüffelt haben. Die Surfkurse waren entweder am Strand direkt bei unserer Unterkunft oder auch an anderen Surfspots, zu denen wir gefahren wurden.

Die Kombination beider Sportarten hat unglaublich viel Spaß gemacht und ist sehr zu empfehlen. So einen Urlaub würde ich jederzeit wieder machen.

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Autofahren in Costa Rica

Autofahren in Costa Rica war ein wirklich schönes Abenteuer. Mit einem europäischen Führerschein konnten wir unser Auto bereits im Vorfeld mieten und haben es in der Nähe des Flughafens in San José abgeholt.

Der Verkehr in den Städten ist vergleichbar mit Berliner Verhältnissen und deswegen keine besondere Herausforderung. Spannender waren die Strecken außerhalb größerer Ortschaften.

Nicht alle Straßen sind geteert, so dass wir auch viele Kilometer auf Schotterpisten zurückgelegt haben. Zusätzlich mussten wir einige Bäche durchqueren, die sich über den Straßen gebildet haben. Daher ist ein Allradantrieb unbedingt zu empfehlen.

Costa Rica

Außerdem sind nicht alle Wege gut ausgeschildert und der Handyempfang eher spärlich. Wir haben daher ausgiebig unsere Straßenkarte nutzen müssen, da das Auto kein Navi hatte. Einige Male haben wir uns auch verfahren und dabei aber wirklich tolle Ecken des Landes entdeckt.

Da die Kriminalität in Costa Rica nicht zu vernachlässigen ist, sind wir immer morgens losgefahren, um auf jeden Fall bei Tageslicht bei unserer nächsten Etappe anzukommen.

Im Großen und Ganzen war das Autofahren absolut machbar und hat sehr viel Spaß gemacht. Zusätzlich waren wir unglaublich flexibel und haben auf dem Weg das Land, die Leute und die Tierwelt noch besser kennenlernen können.

Costa Rica

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Fliegen in Costa Rica

Meine Heimreise hat mit einem Inlandsflug von Tambor (in der Nähe von Santa Teresa) nach San José begonnen. Alternativ gibt es von Santa Teresa auch eine Busverbindung.

Für mich war der Flug ein echtes Abenteuer, da ich noch nie in so einer kleinen Propellermaschine geflogen bin. Der Flug verging rasend schnell und ich habe Costa Rica zum Abschluss des großartigen Urlaubs nochmal aus einer ganz anderen Perspektive erlebt.

Costa Rica

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Und mit diesem Abenteuer war mein Urlaub in diesem tollen Land dann leider auch schon zuende und ich musste schweren Herzen wieder nach Hause fliegen. Ich habe euch hier nochmal alle Etappen und Strände zusammengestellt, die wir besucht haben:

Fazit

Costa Rica ist ein wunderschönes Land, das mich vor allem durch die vielfältige Natur beeindruckt hat. Negativ aufgefallen ist mir allerdings das Preis-Leistungs-Verhältnis in diesem Land. Hotels und Essen sind in Costa Rica wirklich nicht günstig.

Ich war im Vorfeld zwar etwas skeptisch, ob mir ein Urlaub mit so vielen Wanderungen und Sporteinheiten gefallen würde. Aber ich muss sagen, dass wir eine tolle Mischung aus Action und Entspannung gefunden haben. Ein unvergesslicher und mal etwas anderer Urlaub.

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Habt ihr schon mal Urlaub in Costa Rica gemacht?
Und wie gefällt euch ein Sporturlaub?

2 Kommentare auf "Yoga & Surf Retreat in Costa Rica"

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C\'est Levi
Gast

Wow! Das hört sich richtig toll und spannend an. Auch sehr klasse Fotos!

Liebe Grüße
Katja

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shadownlight
Gast

Danke für die wundervollen Eindrücke!
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!