Kambodscha

Mein Traumurlaub in Kambodscha // Tempel, Geschichte & Strand

Als großer Asien-Fan stand eine Reise nach Kambodscha schon etwas länger auf meiner Bucket-List. Dieses Jahr habe ich mir den Traum erfüllen können und möchte euch heute von meinem fantastischen Urlaub in Kambodscha berichten.

Anreise & Transfer in Kambodscha

Die Flughäfen in Kambodscha sind zu klein für die großen Langstreckenflieger. Daher habe ich keinen Direktflug buchen können, sondern hatte einen Zwischenstopp in Bangkok. Auch aus Laos oder dem Vietnam werden Flüge nach Kambodscha angeboten. Viele Reisende kombinieren mehrere Länder. Ich habe mich in meinen zwei Wochen voll und ganz auf Kambodscha konzentriert und bin innerhalb des Landes umher geflogen. Inlandsflüge sind erschwinglich und decken die Hauptattraktionen des Landes ab.

In Siem Reap angekommen hat mich mein Fahrer bereits am Flughafen erwartet. Viele Hotels in Kambodscha bieten den Abholservice als Teil der Buchung an oder organisieren gegen Aufpreis die Abholung. In Siem Reap habe ich also nichts für den Flughafentransfer gezahlt, in Phnom Penh und in Sihanoukville lagen die Kosten bei jeweils $20 pro Strecke. Für den Transfer von Phnom Penh nach Sihanoukville lagen die Kosten bei $60. Allerdings waren wir auch 5 Stunden unterwegs.

Vor Ort bin ich am liebsten mit dem Tuk Tuk rumgefahren. Die ungefähren Preise habe ich vorab im Hotel erfragt (lustigerweise immer $2) und hab diese dann mit den Fahrern verhandelt. Für längere Touren oder Tagesausflüge habe ich $15 bis maximal $30 gezahlt.

Kambodscha

Region Angkor & Siem Reap

Siem Reap

Die ersten vier Tage meines Urlaubs in Kambodscha habe ich in Siem Reap verbracht und von dort aus verschiedene Tagestouren unternommen. In meinem Hotel habe ich am Ankunftstag direkt einen Driver für die nächsten vier Tage buchen können. Dieser stand am nächsten Morgen pünktlich bereit, um mich zu meiner ersten Station zu fahren.

Tonle-Sap-See & Kompong Phluk

An meinem ersten Tag habe ich mir das schwimmende Dorf Kompong Phluk angesehen. Dort habe ich eine kleine Bootstour ($30) gebucht und die Stelzenhäuser direkt vom Wasser besichtigt. Da ich zur Trockenzeit in Kambodscha war, waren die bis zu 10m hohen Stelzen der Häuser eindrucksvoll zu sehen.

Die Bootstour ist sehr entspannend und dauert nicht lange. Für meinen ersten Tag war die Tour optimal, um mich noch etwas mehr an das Klima und die Zeitverschiebung in Kambodscha zu gewöhnen.

Kambodscha

Das Dorf ist zwar ganz interessant, aber für mich kein Must-See in Kambodscha. Das Tuk Tuk hat $18 gekostet. Insgesamt also ein teurere Ausflug mit einem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Angkor // Kleiner Rundweg

Und dann ging es endlich los mit der Besichtigung der Tempel.

Kambodscha

Leider ist es unglaublich voll und die Touri-Gruppen schieben sich gnadenlos durch das beeindruckende Bauwerk. Zum Glück gibt es auch ruhige Ecken vor allen an den äußeren Seiten, in denen man die Atmosphäre wirken lassen kann.

Im Anschluss habe ich verschiedene kleinere Tempel besichtigt. Dort war es viel ruhiger und ich konnte sehr entspannt durch die Ruinen wandern. Ehrlich gesagt, hat mir das fast noch besser gefallen, als der völlig überfüllte Angkor Wat.

Als erstes stand natürlich Angkor Wat auf dem Programm. Angkor Wat ist die größte Tempelanlage in dieser Region und wahnsinnig eindrucksvoll. Über eine lange Brücke läuft man direkt auf den Tempel zu und passiert danach die äußere Mauer. Im Inneren hat man verschiedene Möglichkeiten den imposanten Tempel zu erkunden.

Kambodscha

Ähnlich überlaufen war es auch beim Ta Prohm oder auch “Tomb Raider Tempel”. Der Tempel liegt sehr mystisch im Wald, aber durch die großen Touri-Gruppen die sich durch die schmalen Gänge schieben, geht der Charme leider verloren.

Kambodscha

Kambodscha

Zum Abschluss des ersten Tages habe ich Angkor Thom besichtigt. Schon das Eingangstor (Victory Gate) hat mir sehr gefallen. Die Tempel innerhalb der Mauern sind fantastisch erhalten. Am besten hat mir in dieser Anlage der Bayon Tempel mit seinen riesigen Gesichtsskulpturen gefallen. Vor allem in der Abendsonne ein unvergessliches Erlebnis.

Kambodscha

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Angkor // Großer Rundweg

Am nächsten Tag bin ich als ersten zum Ladies Tempel gefahren “Banteay Srei”. Die Fahrt hat etwa eine Stunde gedauert. Der Tempel ist wunderschön und sehr gut erhalten. Die lange Anfahrt lohnt sich auf jeden Fall.

Und ganz nebenbei sieht man auch noch etwa mehr vom Leben in Kambodscha.

Kambodscha

Im Anschluss ging es wieder zurück Richtung Angkor und ich mir noch ein paar weitere beeindruckende Tempel angesehen. Der große Rundweg in Angkor ist weniger stark besucht und hat mir auch daher sehr gut gefallen. Viele Tempel sind gut erhalten. Es macht unglaublich Spaß durch die Gänge zu schlendern, sich die einzelnen Tempel im Detail anzuschauen und die jeweiligen Besonderheiten zu entdecken.

Kambodscha

Kambodscha

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Sunset-Tour Bakheng

An einem Tag hat es leider geregnet, so dass ich den Fahrer kurzfristig abbestellt und mir einen gemütlichen Spa-Vormittag im Hotel gemacht habe. Massagen werden in Kambodscha so gut wie überall angeboten. Mittags war der Regen schon wieder vorbei und mein Fahrer stand bereit. Also bin ich ein weiteres Mal nach Angkor Wat gefahren, um noch ein paar schöne Bilder zu machen.

Im Anschluss ging es hoch hinaus auf den Bakheng. Dieser Tempel ist ein beliebter Ort für den Sonnenuntergang, den ich mir an diesem Tag ansehen wollte.

Der Fußweg dauert etwa 15 Minuten. Man kann aber auch mit einem Elefanten den Berg hinauf reiten ($20).

Wichtig: Man muss sehr rechtzeitig da sein, da nur eine begrenzte Anzahl an Personen auf dem Berg erlaubt ist.

Kambodscha

Der 3-Tages-Pass für alle Tempel in der Region Angkor hat $62 gekostet.

1. Tag: Angkor Wat, Banteay Kdei, Ta Keo, Ta Prohm, Bayon (Tuk Tuk Fahrt: $15)
2. Tag: Banteay Srei, Preah Khan, Neak Pean, Ta Som, Pre Rup (Tuk Tuk Fahrt: $30)
3. Tag: Angkor Wat, Bakheng (Tuk Tuk Fahrt: $12)

Siem Reap

Da ich während meiner ersten vier Tage relativ wenig von Siem Reap gesehen habe, habe ich mir an meinen letzten beiden Tag in Kambodscha die Zeit genommen, das Städtchen zu erkunden.

In Siem Reap gibt es einige wunderschöne Pagoden, die man sehr gut zu Fuß ablaufen kann. Auch der Marktplatz hat mir sehr gefallen. Wie in vielen asiatischen Ländern ist besonders die “Lebensmittelabteilung” gewöhnungsbedürftig. Die meisten Buden haben allerdings schon recht früh (gegen 19Uhr) geschlossen.

Kambodscha

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Essen & Trinken

Um den Markt herum liegt die Pub Street und viele Stände die Street Food anbieten. Mir hat das Essen sehr gut geschmeckt (ich habe es auch gut vertragen) und es war wahnsinnig günstig. Für Nudeln und Smoothie habe ich zusammen nur $2,5 bezahlt.

Phnom Penh

PhnomPenh

Ein weiterer Stopp meiner Kambodscha Reise war die Hauptstadt Phnom Penh. Für diese Stadt habe ich zwei halbe Tage eingeplant und war sehr glücklich mit dieser Zeiteinteilung.

Choeung Ek & Tuol-Sleng-Genozid-Museum

Die Geschichte von Kambodscha ist grausam. Das Rote-Khmer-Regime gilt als eines der brutalsten Terror-Regime der modernen Geschichte und liegt erst 40 Jahre zurück. In Phnom Penh habe ich mich daher auch dieser Seite von Kambodscha gewidmet.

Choeung Ek liegt etwa 45 Minuten südlich von Phnom Penh und ist das bekannteste Killing Field in Kambodscha. Der Besuch der Anlage hat mich sehr erschüttert. Das Gebiet ist zwar klein, aber der Audioguide schildert die Geschichte sehr eindrucksvoll und bedrückend.

Ähnlich ging es mir im Tuol-Sleng-Genozid-Museum. Auch dort habe ich durch einen Audioguide eine sehr informative Führung durch das ehemalige Gefängnis bekommen und einen Eindruck über die Grausamkeiten gewinnen können. Bei beiden Stationen kann ich den Audioguide (und starke Nerven) sehr empfehlen.

Kambodscha

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Spaziergang durch Phnom Penh

Am nächsten Tag habe ich die Stadt auf eigene Faust zu Fuß erkundet.

Anfangen beim Zentralmarkt über Wat Phnom und dem Sisowath Quay bis hin zum Königspalast und der Silver Pagoda. Abschließend habe ich mir noch das Unabhängigkeitsdenkmal von Kambodscha und Wat Lanka angesehen.

Die kleine Tour war sehr vielfältig und eindrucksvoll. Mein Spaziergang hat mir sehr daher gefallen und war außerdem auch der krönende Abschluss des ersten Teils meines Urlaubs in Kambodscha. Denn im Anschluss ging es direkt an den Strand nach Sihanoukville.

Kambodscha

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Sihanoukville

Mein Fahrer hat mich am späten Nachmittag in Phnom Penh abgeholt und nach einer 5-stündigen Autofahrt sind wir endlich in Sihanoukville angekommen. Auch für diese Fahrt sind starke Nerven hilfreich. Erst haben wir im dichtesten Berufsverkehr gesteckt und sind kaum vorangekommen. Das wollte mein Kamikaze Fahrer dann später wohl wieder aufholen und ich habe bei der rasanten Fahrweise um mein Leben gefürchtet. Kurzum: ich war unheimlich froh, als wir endlich angekommen sind.

In Sihanoukville gibt es verschiedene Strände. Mein Hotel lag direkt am Otres Beach. Dort habe ich die nächsten fünf Tage verbracht und eine traumhafte, entspannende Zeit am Meer verlebt. Das Wasser ist sehr klar und warm. Am Strand stehen viele Palmen und Bäume die für etwas Schatten sorgen. Massagen direkt am Meer werden für $5 Dollar angeboten. Ich habe es mir dort einfach richtig gut gehen lassen, bevor ich die Heimreise mit einer weiteren Übernachtung in Siem Reap angetreten bin.

Kambodscha

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Die letzte Nacht in Siem Reap war ein weiteres Highlight meiner Reise und der krönende Abschluss. Ich habe im Jaya House River Park übernachtet und bin absolut begeistert von diesem Hotel. Von der Abholung vom Flughafen bis zum Check-Out war einfach alles perfekt. Mehr dazu findet ihr in meinem kommenden Beitrag. Denn das Hotel war nicht nur fantastisch, sondern unterstützt zwei sehr wichtige Projekte, über die ich ebenfalls berichten werde. Die Refill Not Landfill Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt den Platikmüll in Kambodscha deutlich zu reduzieren. Die zweite Kampagne "Ten Thousand Trees" unterstützt mit einer Spende von 10.000 gepflanzten Bäumen einheimische Familien.

Fazit

Mein Urlaub in Kambodscha hat mir unglaublich gut gefallen. Das Land, die Kultur und die Leute haben mich begeistert. Die Tempelanlagen sind wahnsinnig beeindruckend und die Geschichte des Landes ergreifend. Die Zeiteinteilung meiner Rundreise war für mich perfekt und ich würde die einzelnen Stationen genauso wieder planen.

In Kambodscha hat mir außerdem die Unaufdringlichkeit der Händler, Tuk Tuk Fahrer und Touri-Führer extrem gut gefallen. Ich wurde zu keinem Zeitpunkt bedrängt und habe mich insgesamt sehr sicher gefühlt - auch als alleinreisende Frau. Etwas schwierig war die Verständigung, da Englisch in Kambodscha noch nicht so verbreitet ist. Aber mit Händen, Füßen und viel Geduld kam ich gut zurecht.

Für mich war der Urlaub in Kambodscha unvergesslich schön und ich kann eine Reise in dieses vielfältige Land absolut empfehlen.

Habt ihr schonmal Urlaub in Kambodscha gemacht?
Was hat euch am besten gefallen?

3 Kommentare auf "Mein Traumurlaub in Kambodscha // Tempel, Geschichte & Strand"

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Sassi
Gast

Deine schönen Bilder wecken gleich mein Reisefieber.
Kambodscha, sooo ein tolles Reiseziel, da möchte ich auch auf jeden Fall noch hin.
Sehr schön finde ich auch, dass die Einheimischen nicht so aufdringlich waren – keine Selbstverständlichkeit für asiatische Länder.

shadownlight
Gast

Hey, ich kenne auch zwei aus meinem Freundeskreis die eine Reise dort gemacht haben, herrlich!
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

Isabella
Gast

Hallo meine Liebe 😉

Was für schöne Bilder, ich liebe fremde Kulturen, der Urlaub war bestimmt mega interessant und inspirierend:)

Hab ein wundervolles Wochenende:)
Ganz liebe Grüße
Isa
http://www.label-love.eu